Mehr Achtung dem Körper der Frau gegenüber!

In unserer Gesellschaft wird Frauenkörpern zuwenig Achtung entgegengebracht. Drei Beispiele sollen diese These untermauern: Schönheitsideal, Schwangerschaftsverhütung und Geburt.

Frauenkörper werden in der westlichen Welt auf die gertenschlanken Körper junger Mädchen reduziert. Diese werden vermarktet in Mode und Medien. Das ist auch nachvollziehbar, denn man schaut sie gerne an. Leider geht dadurch aber bei den meisten Menschen der Sinn für andere Frauenkörper, die genauso oder sogar mehr fraulich und weiblich sind, verloren. Frauenkörper sind weich und sanft, sie trösten, strahlen Wärme aus, schenken und nähren Leben. Einen reifen Frauenkörper um jeden Preis in eine schlanke, straffe Form peitschen zu wollen, grenzt an Gewalt und missachtet das Wesen und die Natur einer Frau.

Grenzüberschreitend geht auch die Medizin mit Frauenkörpern um. Frauen werden nicht genügend mit solchen Verhütungsmitteln vertraut gemacht, die mit dem weiblichen Körper harmonieren. Mechanische Verhütungsmittel sind, werden sie richtig gehandhabt, hygienisch und sicher und greifen nicht in den natürlichen Hormonhaushalt ein, dessen regelmäßiger Ablauf so wichtig ist für die Psyche und die Gesundheit einer Frau. Der Grund für die mangelnde Aufklärung durch Ärztinnen ist die Lobby der Pharmaindustrie, die ihre Chemie möglichst gewinnbringend vermarkten will. Sie beeinflusst Ärztinnen in hohem Maße. Schade, dass die meisten Frauen, Männer und Frauenärztinnen so wenig wissen über Diaphragma und Portiokappe. Wer sich informieren will, kann auf diese Seite schauen.

Seitdem die Krankenkassen eine Geburt in der Klinik bezahlen, werden dort die meisten Kinder zur Welt gebracht. Die Geburtskliniken sind stark von ökonomischen Zwängen beeinflusst. Ein Kaiserschnitt ist lukrativer als eine natürliche Geburt, man kann seinen Zeitpunkt planen und er dauert bei weitem nicht so lange wie der natürliche Prozess der Geburt, bei dem sich der Körper der Frau langsam auf die Geburt des Kindes vorbereitet und der sich über Tage hinziehen kann. Diese Zeit haben die Ärztinnen nicht. Häufig werden Spritzen verabreicht, die kurzfristig Geburtsschmerzen betäuben, die aber viele Risiken bergen (z.B. Verletzung des Nervensystems). Der Damm (Bereich zwischen After und Scheide) der Frau wird oft routinemäßig eingeschnitten, damit die Geburt schneller geht, obwohl er bei einer natürlichen Geburt selten einreißt. Damit gehen große Schmerzen für die Frau einher.  Die werdenden Mütter sind geschwächt und verängstigt. Sind sie im Krankenhaus, hat die Ärztin das Sagen – häufiger noch der Arzt.

Für die meisten dieser Umstände sind, wie gesagt, wirtschaftliche Gegebenheiten verantwortlich: knackige Frauenkörper lassen Verkaufszahlen der Produkte in die Höhe schnellen; die Pharmaindustrie verdient an der Pille 10 mal mehr als an einem Diaphragma; je schneller und technisierter eine Geburt abläuft, desto mehr und desto teurere Geburten kann eine Klinik leisten und bezahlt bekommen. Diese Zusammenhänge sind nicht überraschend. Warum aber fügen sich so viele Mädchen und Frauen den vorgegebenen Erwartungen und nehmen dabei Schaden an Leib und Seele in Kauf?


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