Himmlisches Schaukeln
Mitten in einem dieser kalten Tage, die manchmal warm sind und manchmal sonnig, legen wir uns aufs Bett, beide müde. Wir liegen auf der Seite, und du hast deine Arme um mich geschlungen. Ich berühre dich an so vielen Stellen wie möglich, meistens geht es immer noch besser: mehr Fuß, mehr Bein, den Kopf so drehen, dass ich dich riechen kann und deinen Atem hören. Dann liegen wir still. Vielleicht zuckt schon irgendein Körperteil beim Einschlafen. Und dann fängt eine von uns an, ganz sacht hin und her zu wippen. Die andere nimmt die Bewegung auf. Wir schaukeln ganz leicht hin und her, in einem himmlisch-verträumten Takt. Das dauert höchstens drei Sekunden.
Gott hat mich nie gefragt, ob ich leben möchte. Jeden Tag wieder, fühlen, leiden, lachen, Dinge machen müssen. In vielen schaurigen Augenblicken zweifle ich. Jedoch, um dieses Momentes Willen: hätte sie es getan, die richtige Antwort wäre „Ja!“ gewesen.
Gott hat mich nie gefragt, ob ich leben möchte. Jeden Tag wieder, fühlen, leiden, lachen, Dinge machen müssen. In vielen schaurigen Augenblicken zweifle ich. Jedoch, um dieses Momentes Willen: hätte sie es getan, die richtige Antwort wäre „Ja!“ gewesen.