Dies und Das

Sodele. Wir sind letzte Woche umgezogen. Wer erwartet hat, jetzt hier Topbilder der Wohnung zu finden, der ist noch nie umgezogen!!!

 

 

Wir hatten Hilfe beim Auspacken, jemand, der sich bis zum Hals mit reingehängt hat:

 


 

Die Leute von DHL Kairo fanden es angebracht, die Kisten erstmal auf dem Balkon zu verstauen. Dann haben wir einfach mitgemacht. Nach dem Aufbau der Möbel dauerte es noch drei weitere Besuche, bis alle Kartons abgeholt waren. (Naja alle die bis jetzt ausgepackt sind.) Arbeitskraft und -zeit werden verschwenderisch eingesetzt, andere Ressourcen wie Handwerkszeug sind knapper. So gingen die zwei Jungs, die unseren Fernseher installiert haben, lieber eine Stunde auf die Suche nach Zubehör in der Nachbarschaft, als es von vorneherein mitzubringen. Funktioniert auch, dauert nur länger. 

Was auch manchmal länger dauert, ist die Warterei aufs Wasser. Das fiel einmal für einen Tag aus. Viel ist eigentlich nicht passiert, außer dass es im Café keine Heißgetränke gab. Da musste ich eben eine Eisschokolade nehmen, wasn Pech!

Inzwischen hat sich meine Einstellung zum Hupen geändert. Ich fühle mich nicht mehr blöd angemacht, wenn ich angehupt werde, sondern besser informiert. Hupen heißt einfach "Ich bin hier!". Es ersetzt die meisten bei uns etablierten Verkehrsregeln.

Unser Auto ist inzwischen angekommen, und wir haben uns im Freitagmorgenverkehr (geringste mögliche Autodichte) auf den Asphalt gewagt. Ging ganz gut.

Aufs Auto mussten wir übrigens auch viel zu lange warten. Da hat sich DHL aber mit orientalisch-überschwänglicher Geste entschuldigt: 

 


 

 

Ich habe mich mal gewundert, warum unter den Autobrücken relativ gepflegte Männer "entspannen", so sah das für mich aus. Nach einer Weile ging es mir auf: das sind Obdachlose. Sie sehen einfach viel besser aus als in Deutschland, weil sie keinen Alkohol trinken!

Jetzt aber zu unserem Wonneproppen. Neuste Entdeckungen: Gras essen! Da hab ich nicht schlecht gestaunt, als er sich von der Krabbeldecke aufs Gras gerobbt, eine Faust voll Gras ausgerissen und sie in den Mund gestopft hat. Da musste Mama gleich mal probieren, wie die Sache mit Gurke läuft:

 

 

Aber Linus hielt sie erstmal nur in der Hand. Die Füßchen liegen ebenfalls gut in der Hand:

 

Der Luftballon knatscht toll, wenn man ihn kneift:

 

 

Lieblingsmuster in der Wohnung ist die Verzierung des Spiegels:

 

 

Inzwischen waren wir mal mit Kinderwagen unterwegs. In der Stadt ist das nicht einfach, wie schon erwähnt gibt es die ein oder andere Sackgasse:

 

 

Einfach stehen lassen kann man den Wagen ja auch nicht:

 

 

Heute haben wir tatsächlich einen Park gefunden, in den man für 1 Pfund/14 Cent darf. Gleichzeitig ist der auch eine Art Aquarium mit eigenwilligem Anschaungsmaterial:

 

 

Linus ist heute zum ersten Mal krank, er hat Schnupfen und Husten. Ich hab Halsschmerzen. Nicht zum ersten Mal. Aber wenn die morgen besser sind, habe ich zum ersten Mal Arabischunterricht!

 

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