Der Po anderer Menschen im Revier der sechs Sinne

1. Gucken
Dem anderen Geschlecht schaut man gerne mal auf den Po. Er kann fürs Schauen auch schön in Szene gesetzt werden durch enge Hosen. Viele afrikanische Frauen haben einen tollen Apfelpo! Manche Evolutionsforscher sagen, die Brüste ahmen nur den Po nach, um die Aufmerksamkeit von Männern zu erregen. Bart Simpson erregt, so wie viele andere, die Aufmerksamkeit der Menschen durchs provokante nackte-Hintern-Zeigen.

2. Hören
Hören kann man den Po auch, das ist dann weniger schön. Man hat leider wegen Tabuisierung noch keinen gangbaren Weg gefunden, damit umzugehen. Darf man an frischer Luft? Bis zur nächsten Toilette kann viel Zeit vergehen! Manchmal ein Gradmesser, ob es einem in einer Beziehung zu gemütlich geworden ist. Wer allein ist oder schläft, dem sind diese Überlegungen wurscht.

3. Riechen
Die Toilettenhygiene ist ein hochinteressantes, tief in der Kulturgeschichte verankertes Thema. An manchen Orten, z.B. in Ägypten, gibt es Bidets, fließendes Wasser für den Po, und man gibt sich nur die rechte Hand, weil die linke für den Po reserviert ist. In Deutschland sind Tücher üblich, trockende und feuchte. In Gefahr, einen Po direkt zu riechen, kommen sowieso nur diesbezüglich mutige Pärchen, die es, zumindest in der heterosexuellen Welt, eher selten gibt.
 
4. Schmecken
Abgesehen von etwas Sahne mit Honig, die man zusätzlich beim Liebesspiel auf den Po applizieren kann, geht dieses Thema über die gesetzten Grenzen des Blogs hinaus und sei nur der Vollständigkeit halber erwähnt.

5. Absichtlich Berühren
Eine der tollsten Kuschelpositionen ist Schoß-an-Po.
Eine der unbeliebtesten Gesten, wenn man nicht sehr vertraut miteinander ist: das Tatschen auf den Po.

Zufällig Berühren
Männliche und weibliche Muslime beten in Moscheen getrennt voneinander, denn es kommt nicht selten vor, dass man beim Senken des Oberkörpers mit dem Kopf an den Po der Vorderfrau stößt.

Tasten
Gerade einen prallen Po mag man gerne streicheln und drücken, auch wenn ein nackter Erwachsenenpo etwas rauh, haarig oder pickelig sein kann. Deshalb ist der Klassiker der streichelzarten Haut der Babypopo.

6. Erspüren
Und da hätten wir auch schon den Übergang zu einer sinnlichen Erfahrung, die nicht allen Menschen zuteil wird, mir in im Moment mehrmals täglich: ein faustgroßer Popo schiebt sich rechts knapp unterhalb meiner Rippen von innen heraus und bildet dort eine Riesenbeule, die genau in meine Handfläche passt. Einerseits eine Unverschämtheit! Wie so Vieles im Zusammenhang mit dem Po. Andererseits ein Gruß wie aus einer anderen, zauberhaften Welt, in der das  zarte Erspüren und Erfühlen Anfang und Ende sind.

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