Am Geldautomaten
In der Geldbörse herrscht Ebbe. Deshalb nehme ich die Strecke mit dem Rad in Angriff, zwischen zwei Terminen. Die Schlange am Automaten ist lang. Kein schlechtes Zeichen, denn er scheint zu funktionieren. Ich warte. Als ich dran bin, tippe ich wie üblich auf dem Automaten herum. Man muss mit der Hand die Geheimzahl verdecken, haben wir gelernt, sonst zieht man einen Diebstahl förmlich an. Hinter mir tippeln die Leute nervös von einem Bein aufs andere. Ich möchte so schnell wie möglich weg, das Geld verstauen, weg von den Leuten, die scharf auf meine Geheimzahl sind, und auf zum nächsten Termin. Es dauert aber noch eine Weile, bis mein Auftrag bearbeitet ist. Die Spannung gipfelt im Geldsortiergeräusch des Automaten. Meine Hand weilt zitternd vor der Luke, in der gleich das Geld liegen wird. Ich starre auf die Geldlucke, als mein Blick zufällig nach links wandert. Ach richtig, die Karte wird trotz allem Rotieren im Automaten vor der Geldausgabe ausgespuckt! Und mittlerweise ist sie kurz davor, wieder eingezogen zu werden. Hektisch greife ich danach. Fazit: Je schneller man sein will, desto langsamer ist man.